Dein Licht schenkt uns Hoffnung - 24 Rituale für den Advent
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    127 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag und Lesebändchen, 12,0 x 19,5 cm
  • 978-3-89680-971-1
Die Adventszeit ist heute oft eine hektische und turbulente Zeit. Wenn wir uns aus dem Trubel... mehr
Mit Ritualen den Advent bewusst erleben

Die Adventszeit ist heute oft eine hektische und turbulente Zeit. Wenn wir uns aus dem Trubel ein wenig ausklinken und die Vorweihnachtszeit bewusst gestalten, wird sie für uns selbst und unsere Familien eine gesegnete Zeit, die uns in besonderer Weise auf Weihnachten vorbereitet.

Anselm Grün beschreibt in diesem Begleiter für jeden Tag der Vorweihnachtszeit ein Ritual, das man für sich allein oder im Kreis seiner Familie praktizieren kann. Das lässt uns die Adventszeit bewusst wahrnehmen und uns zur Ruhe kommen. Anselm Grün lädt uns dazu ein, mit Ritualen und praktischen Übungen, sowie Impulsen für die Adventssonntage, den Advent ganz bewusst zu erleben und das Wunder von Weihnachten zu spüren.

Weiterführende Links zu "Dein Licht schenkt uns Hoffnung - 24 Rituale für den Advent"
1. Adventssonntag »Komm, Herr Jesus!« Sowohl Matthäus als auch Markus... mehr

1. Adventssonntag
»Komm, Herr Jesus!«


Sowohl Matthäus als auch Markus und Lukas überliefern eine Endzeitrede. Sie ist das Evangelium des ersten Adventssonntages. Wir tun uns mit diesen sogenannten »apokalyptischen« Texten heute schwer. »Apokalyptisch« meint: aufdecken, enthüllen. Die Texte wollen uns zeigen, wie es um unsere Welt steht. Sie wird nicht ewig bestehen. Sie ist auch keine wirkliche Heimat für uns. Wir sehnen uns nach einer anderen Welt, die von Gott bestimmt wird und nicht von den Mächtigen dieser Welt. Und so ist der erste Adventssonntag geprägt von der Sehnsucht nach der Welt Gottes und vom Warten auf das Kommen Jesu. Wenn Jesus kommt, wird diese Welt für uns verwandelt.

Jesus will in jedem Augenblick zu uns kommen. Um diese Ankunft in jedem Augenblick geht es Jesus, wenn er uns im Markusevangelium das Gleichnis vom Türhüter erzählt. Wir sollen wie ein Türhüter sein, der auf das Kommen seines Herrn wartet. Er lässt keine fremden Menschen in das Haus, sondern öffnet die Tür nur für seinen Herrn. Evagrius Ponticus, ein Mönch aus dem vierten Jahrhundert, hat mit dem Bild des Türhüters die Haltung der Mönche beschrieben. Wir sollen wie der Türhüter vor der Tür unseres inneren Hauses wachen, damit nicht fremde Gedanken und Emotionen bei uns eintreten. Oft sind wir nicht mehr Herr unseres Hauses. Es ist belagert von irgendwelchen Hausbesetzern, von Verletzungen, die uns bestimmen, von Ärger, der sich in uns eingenistet hat, von Angst und Enttäuschung, die uns bewohnen. Wir sollen vor der Tür unseres Herzens jeden Gedanken, der eintreten will, befragen, wer er ist und was er möchte, ob er uns eine wichtige Botschaft vermittelt oder ob er ein Fremder ist, der uns das Hausrecht streitig machen will. Nur so können wir unterscheiden, wen wir einlassen und wen nicht. Und wir sollen so wachsam vor der Tür unseres inneren Hauses sitzen, damit wir wirklich da sind, wenn der Herr kommt und bei uns eintreten möchte. Das ist ja das Ziel unseres Wachens, dass wir bereit sind, den Herrn zu empfangen, der an der Tür unseres Hauses klopft, um einzutreten.
Natürlich wissen wir, dass der Herr schon da ist. Aber weil wir nicht bei uns, weil wir nicht in unserem Hause daheim sind, erleben wir den Herrn als den Kommenden. Im Advent erwarten wir die Ankunft des Herrn, das Kommen des Herrn in unser Haus. Der sehnsüchtige Ruf »Komm, Herr Jesus!«, der die frühe Kirche prägte, ist heute zugleich der Ruf, dass wir zu uns selbst kommen, dass wir bei uns selbst, in unserem Herzen ankommen. Nur wenn wir bei uns sind, kann der Herr zu uns kommen und eintreten. Advent will uns vom Schlaf aufwecken, damit wir die Wirklichkeit so sehen, wie sie ist. Advent will uns auf die Ankunft des Herrn vorbereiten, damit wir daheim sind, wenn er bei uns anklopft. Der Herr kommt täglich zu uns. Er kommt in den Brüdern und Schwestern zu uns, denen wir begegnen. Er kommt in der Stille zu uns, wenn der Lärm unserer lauten Gedanken verebbt. Und er klopft an unsere Tür durch die leisen Impulse unseres Herzens. Wenn wir ihm öffnen, dann vollzieht sich heute für uns Advent, Ankunft des Herrn, Kommen des Ersehnten, Einzug des Königs der Herrlichkeit in das Haus unseres Herzens.

Wenn das Evangelium vom Ende der Welt spricht, brauchen wir uns keine Gedanken zu machen, wann diese Welt aufhört zu existieren. Das Ende der Welt tritt für jeden von uns im Tod ein. Da kommt die Welt für jeden an ihr Ende. Da bricht das Reich Gottes für uns an. Da wird Gott uns ganz und gar verwandeln. So ist die Adventszeit auch die Zeit, in der wir uns der Endlichkeit unseres Lebens bewusst werden. Der Gedanke an den Tod, in dem die Welt für uns zu Ende ist, will uns einladen, jetzt bewusst zu leben, das Geheimnis unseres Lebens in jedem Moment zu erspüren. Gerade weil unser Leben endlich ist, sind wir aufgefordert, ganz im Augenblick zu sein und uns zu überlegen, welche Lebensspur wir in diese Welt eingraben möchten.

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