Ein neuer Blick hinter die Kulissen

Das Telefon klingelt unablässig, ununterbrochen trudeln Bestellungen ein, die Pakete stapeln sich – es geht eindeutig auf Weihnachten zu. Zum Glück haben wir jemanden, der in dem ganzen Trubel den Überblick behält: Gisela Kossel, die nette Stimme am Telefon, die auf (fast) all Ihre Fragen eine Antwort weiß und immer eine gute Empfehlung parat hat.

Liebe Gisela, so kurz vor Weihnachten ist es für dich ja besonders hektisch – also erst einmal vielen lieben Dank, dass du trotzdem für unser Portrait Zeit findest. Aber wie schaffst du es, in dem ganzen Adventstrubel abzuschalten?

Sich gar nicht stressen zu lassen, funktioniert im Weihnachtsgeschäft natürlich nicht. Aber grundsätzlich mag ich es, wenn arbeitsmäßig so richtig was zu tun ist. Und wir haben so nette Kunden, da macht es auch Spaß, die Bestellungen aufzunehmen und manchmal ein paar persönliche Worte zu wechseln. Ansonsten finde ich Entspannung in meinem Yogakurs oder gehe nach einem 10-Stunden-Arbeitstag einfach mal um neun ins Bett.

Mit deinen kompetenten Empfehlungen (ich spreche da aus Erfahrung!) verhilfst du zu einer entspannten Adventszeit. Aber was machst du, um dir selbst die Adventszeit ein wenig zu verschönern?

Ich genieße es, am Wochenende Plätzchen zu backen und dabei das Weihnachtsoratorium anzuhören (und mitzusingen). Ein vorweihnachtlicher Konzert- oder Opernbesuch macht mir auch viel Freude, ebenso wie der Bummel über einen Weihnachtsmarkt mit meinen erwachsenen Töchtern. Dieses Jahr will ich auch unbedingt meine Querflöte reaktivieren und Weihnachtslieder neu einüben.

Unsere Kunden kennen hauptsächlich deine Stimme am Telefon, wenn du ihre Bestellungen aufnimmst. Zu deinem Aufgabenbereich gehört ja allerdings noch viel mehr, nicht wahr?

Ja, der ist inzwischen so vielfältig, dass ich das hier gar nicht alles aufzählen kann. Schwerpunktmäßig bin ich für die Endkundenbetreuung und Bestellannahme zuständig. Aber auch die Organisation und Beaufsichtigung der Versandabteilung gehören zu meinen Aufgaben. Außerdem behalte ich die Lagerbestände im Auge, kümmere mich darum, dass unsere Auslieferung für den Buchhandel genügend unserer Bücher vorrätig hat und gebe Bestandsmeldungen an unseren Produktmanagerweiter. Besonders viel Spaß macht mir das Korrekturlesen aller verlagsintern erstellten Texte

Aber eigentlich bist du gelernte Buchhändlerin und hast früher im stationären Handel gearbeitet. Wie war für dich die Umstellung in einem Verlag – und noch dazu in einem Klosterverlag – zu arbeiten?

Das war schon eine Umstellung, aber ich fand es auch sehr spannend, die Welt des Buchhandels von der anderen Seite aus kennenzulernen. Und in den 30 Berufsjahren vorher in verschiedenen Buchhandlungen, u. a. in einer Versandbuchhandlung für Kindergärten, hatte ich durchaus auch schon Dinge gelernt und gemacht, die ich jetzt wieder brauchen kann. Thematisch ist es in einem Klosterverlag natürlich schon spezieller als im Vergleich zum allgemeinen Sortimentsbuch-Handel, aber das gleicht sich durch die große Vielfalt meiner Aufgaben im Verlag wieder aus.

Apropos Geschenke und Adventshektik! Hast du einen Tipp für unsere Leser, welches Buch sich ganz besonders gut unter dem Weihnachtsbaum macht?

Ich mag das Buch „Seelenvorrat für die Jahreszeiten des Lebens“ von Maria Sassin sehr gern. Die Sprache dieser Gedichte lässt Bilder entstehen, die berühren. Und jetzt im Winter, wo die Natur ruht, ist auch in uns hoffentlich genug Ruhe, um uns wieder einmal auf Lyrik einzulassen.

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