Der 18. Dezember – mit Andrea Langenbacher

„Der steht doch schief!“ – „Oh je, der hat ja zwei Spitzen!“ – „Hmmm, wenn man ihn so in die Ecke schiebt, sieht man die kahle Stelle nicht so...“ Alljährlich bietet er Anlass für wilde Diskussionen in der Familie:
Der Christbaum.
Autorin Andrea Langenbacher hat für ihre Familie eine andere Tradition gefunden – mit geringerem Streitpotential und weitaus umweltfreundlicher:

So eng der Weihnachtsbaum mit Weihnachten verknüpft ist, sein Ruf ist nicht mehr ganz unzweifelhaft. Wenn wir über Nachhaltigkeit und die Auswirkungen und Verhältnismäßigkeit unserer Gewohnheiten nachdenken, stellt sich unweigerlich die Frage, ob es gerechtfertigt ist, sich einen Baum ins Haus zu holen, der mithilfe üppiger Düngung, Herbiziden und Pestiziden in einer Monokultur gewachsen ist und dann durch halb Europa gefahren wird – um nach ein paar Tagen auf der Schnittholzdeponie zu landen.

Inzwischen gibt es viele Alternativen zur klassischen Nordmanntanne vom Baumarkt: Bäume aus regionalem, zertifiziert biologischem Anbau, Leihbäume im Topf, selbst gebastelte Weihnachtsbäume aus Holz oder ein gemalter Christbaum auf einem Plakat. Da kann jede Familie fündig werden.

Wir haben für uns eine Form gefunden, Weihnachten mit Baum zu feiern, ohne dass dafür ein solcher gefällt werden muss. Wir suchen uns nämlich schon vor Weihnachten am Waldrand eine kleine Tanne aus, die wir dann am Heiligabend besuchen. Wir haben eine Taschen- oder Stirnlampe, warmen Punsch und ein paar Kerzen in Windlichtern dabei.

Dann lesen wir die zauberhafte Geschichte vom »allerkleinsten Tannenbaum«, der zu klein ist, um ein Weihnachtsbaum in der Stadt zu werden. Er ist furchtbar verzweifelt darüber, bis ein Vogel und ein Esel sich zu ihm gesellen und zu singen beginnen. Die Tiere des Waldes werden durch den schönen Gesang angelockt, alle versammeln sich und singen gemeinsam. Und auf einmal ist der kleine Baum gar nicht mehr verzweifelt, sondern strahlt, als wäre er von tausend Kerzen erleuchtet.

Nach zwei, drei Weihnachtsliedern machen wir uns wieder auf den Heimweg und freuen uns auf die warme Wohnung, ein gemeinsames Abendessen und einen gemütlichen Weihnachtsabend mit dem »schönsten Weihnachtsbaum auf der ganzen Welt« im Herzen.

Die Geschichte "Der allerkleinste Tannenbaum" stammt von Masahiro Kasuya (Kiel, 25. Auflage 2012).

Über die Autorin

Andrea Langenbacher hat Theologie sowie Ökonomie und Management studiert. Sie arbeitet als freie Lektorin und Autorin, zuvor war sie mehrere Jahre Verlagslektorin und Programmleiterin für Religion und Spiritualität.

Als täglich staunende Jungsmama, naturverbundene Winzerstochter und kreative Feierabendköchin lebt, schreibt, fotografiert und lektoriert sie in Tübingen.

In ihrem aktuellen Buch "Das große Hausbuch für die ganze Familie" beschreibt und erklärt sie gemeinsam mit Anselm Grün die Bilder und Symbole der verschiedenen Feiertage. Mit zahlreichen Ritualen, Rezepten und Bastelideen lassen sie alte Bräuche wieder lebendig werden und helfen, neue Familientraditionen zu entdecken.

Einen Blick ins Buch finden Sie hier:

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