Clemens Hamberger

Der Kreuzweg - Le Chemin de la Croix, Opus 29 (Marcel Dupré, 1886-1971) mit Texten nach Paul Claudel

19,90 € *
81 Minuten, Doppel-CD, ISBN 978-3-87868-339-1
Intensive Meditation des Kreuzweges

Le chemin de la Croix Opus 29 von Marcel Dupré, mit Texten nach Paul Claudel, ist eine anspruchsvolle Meditation des Kreuzwegs auf höchstem Niveau. Die Musik und der Text erscheinen im vorliegenden Werk zunächst in sich geschlossen und schwer zugänglich.

Durch das Zusammenwirken erschließen sie sich gegenseitig und bereiten den Hörern ein intensives Klangerlebnis, das durch dramatisch-musikalische Sequenzen verstärkt wird.


Das Werk bildet die ideale Symbiose zwischen der Spiritualität des tief gläubigen Katholiken Paul Claudel und des virtuosen Komponisten Marcel Dupré.

„Der Kreuzweg“ war vermutlich kein Lebenstraum von Marcel Dupré, stattdessen kam das Werk eher zufällig zustande. Die Komposition beruht auf einer literarischen Vorlage, dem „Kreuzweg“ von Paul Claudel (1868–1955).

Im Jahr 1931 wurde Dupré gebeten, im Rahmen eines literarisch-musikalischen Konzertes über die entsprechenden Textpassagen von Claudel auf der Orgel zu improvisieren.

Aufgrund des Erfolges entschloss sich der Organist, die Improvisation aufzuzeichnen. Die fertige Komposition wurde 1932 in Paris uraufgeführt.

 

Außer in Frankreich, das ich in allen Richtungen durchreist habe, gab ich zahlreiche Konzerte in anderen europäischen Ländern: in Deutschland, Österreich, der Schweiz, in Italien, Spanien, Holland und Belgien. Und in Brüssel wurde die Idee zu einem meiner Hauptwerke geboren, zum Chemin de la Croix.

Ein Konzert besonderer Art war im dortigen Konservatorium veranstaltet worden. Sein zweiter Teil umfasste nach einem kurzen Bach-Vortrag auf der schönen Cavaillé-Coll-Orgel den Chemin de la Croix von Paul Claudel. Er wurde von Madame Renaud-Thévenet, Lehrerin am Konservatorium, gelesen, während ich nach jeder Station eine musikalische Ausdeutung improvisierte. Das war in der Fastenzeit, am 13. Februar 1931. Die Reaktion der Zuhörer war derart, dass meine Frau am anderen Tag im Zug, der uns nach Paris zurückbrachte, zu mir sagte: "Ich habe eine Idee". - "Ich auch", antwortete ich. "Sprich" - "Nein, du zuerst."

Kurz und gut, ich weiß nicht, wer von uns beiden zuerst sprach, aber wir hatten denselben Gedanken: ich sollte einen Kreuzweg komponieren. Ich machte mich an die Arbeit, und im folgenden Jahre spielte ich Chemin de la Croix zum erstenmal öffentlich auf der Orgel des Trocadéro.

Der Weinberg | Oktober 2005
"Eine ideale Symbiose zwischen Spiritualität und Musik. Zum Hören und Meditieren geeignet."

 
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