Sich dem Geheimnis öffnen - Texte zu Mystik und Kontemplation

16,90 € *
240 Seiten, broschiert, 11,5 x 18,5 cm, ISBN 978-3-87868-230-1
Gott suchen im Alltag

Viele klösterliche Gemeinschaften betrachten die christliche Mystik als einen Weg zu echter Menschwerdung und tiefer Gotteserfahrung. In Gebet und Kontemplation üben Ordensleute diesen Weg täglich neu. Auch viele Menschen außerhalb der Klostermauern möchten sich dem Geheimnis der christlichen Mystik und Kontemplation öffnen.

Dieser Sammelband wendet sich an Menschen, die auf der Suche nach spiritueller Unterstützung und Wegweisung sind. In einzelnen Kapiteln werden praktische Formen der Kontemplation vorgestellt, wie sie aus Klöstern bekannt sind: Schweigen, das Herzensgebet oder auch das Singen von Psalmen.

Darüber hinaus stellt das Buch verschiedene Formen christlicher Ordensspiritualität vor, wie das benediktinische „ora et labora“, die Tradition der Wüstenväter oder das Beten im Karmel.

Mit Beiträgen von: Anselm Grün, Pierre Stutz, Elisabeth Hense, Willigis Jäger, Werner-Egon Groß, Thomas Keating, Reinhard Körner, Jean Lafrance, Fidelis Ruppert, Gerhard Wehr, John Eudes Bamberger.

 

Das Gebet der Sammlung

Mit Hilfe des Gebetes der Sammlung kann man einen Teil der Hindernisse, die normalerweise die Kontemplation erschweren, beseitigen und die persönlichen Fähigkeiten darauf einstellen, mit dieser Gabe zusammenzuwirken. Es ist ein Versuch, die Lehre früherer Epochen in zeitgemäßer Form darzustellen und eine gewisse Ordnung und Regelmäßigkeit hineinzubringen. Es will nicht alle anderen Gebetsarten ersetzen, lässt sie aber unter neuem Blickwinkel erscheinen. Während der Gebetszeit konzentriert es die Aufmerksamkeit auf die Gegenwart Gottes in unserem Innern. Zu anderen Zeiten richtet sich die Aufmerksamkeit nach außen, um seine Gegenwart überall sonst zu entdecken. Das Gebet der Sammlung ist nicht Selbstzweck, sondern nur Anfang. Es wird nicht der Erfahrung wegen geübt, sondern wegen der positiven Auswirkungen auf das eigene Leben.

Die Methode des Gebetes der Sammlung soll den gewöhnlichen Gedankenstrom abstellen, der unsere übliche Art, über uns selbst zu denken, und unsere Weltsicht nur bestärkt. Das ist so, wie wenn du das Radio von Langwelle auf Kurzwelle schaltest. Du bist vielleicht an ein Langwellengerät und seine Sender gewöhnt, willst du aber weit entfernte Sender hören, musst du die andere Wellenlänge einschalten. Auf ähnliche Weise öffnest du dich einer neuen Welt der Wirklichkeit, wenn du erst einmal die üblichen Denk- und Gefühlsschemata abgeschaltet hast.


 
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