Fidelis Ruppert

Mein Geliebter, die riesigen Berge - Erfahrungen in den Bergen von Peru

Münsterschwarzacher Kleinschriften

8,90 € *
85 Seiten, broschiert, 10,5 x 18,5 cm, Münsterschwarzacher Kleinschriften Band 86 Band-Nr., ISBN 978-3-87868-513-5
Herzensweite in den Anden von Peru

Wenn Äbte eine Reise tun, können sie was erzählen. Fidelis Ruppert, Abt em. von Münsterschwarzach, bereiste zwei Mal die peruanischen Anden. Aus seinen Begegnungen und Erfahrungen ist dieses spritiuelle Reisetagebuch entstanden.

Auf den Ritten durch die Anden ging Fidelis Ruppert ein Wort des Mystikers Johannes vom Kreuz nicht aus dem Kopf, in dem er seinen geliebten Gott im Bild der riesigen Berge anredet. Was ihm auf der Reise zur Begleitmusik wurde, wählte der Abt hinterher als Überschrift über seine Erfahrungsberichte.

In sehr persönlich erzählten Begegnungen und Empfindungen beschreibt Fidelis Ruppert, wie die Weite des Hochlandes sein Herz öffnet für neue Berührungen. In der Begegnung mit indianischen Bergbewohnern und ihren Riten, in spanischen Liedern, im Besuch bekannter Wallfahrtsorte und in Naturbetrachtungen erfährt der Autor eine ungeahnte Erfüllung, die noch lange nach seiner Rückkehr anhält.

Erläuterungen zu Johannes vom Kreuz sowie Auszüge aus Texten, die den Abt während seiner Beschäftigung mit Peru inspiriert haben, sind im Anhang wiedergegeben.

 

„Mein Geliebter, die riesigen Berge!“

Es war auf unserer ersten Reise nach Peru im Jahre 1993. Wir ritten mit den Pferden gerade das erste Tal in Richtung Q’ero hinauf. Rechts und links ragten hohe Berge auf, zum Teil mit Gletschern bedeckt. Die ganze Gegend war in eine große Stille und Sammlung eingehüllt, die spontan auf mich überging, trotz meiner inneren Unsicherheit mit dem Reiten. Es war eine stille, unaufdringliche Stimmung, die mich aber zugleich tief anrührte. Gott war spürbar anwesend. Da kam mir ein Wort des Johannes vom Kreuz in den Sinn, wo er Gott, seinen Geliebten, im Bild der riesigen Berge anredet: „Mein Geliebter, die riesigen Berge!“ Das Wort passte. Es ging mir nicht mehr aus dem Sinn. Es wurde mir wie eine Begleitmusik. Das Wort bewirkte keine besonderen Emotionen, sondern es war einfach eine tiefe Ruhe und Gewissheit in mir, dass Gott da ist, groß und wuchtig, aber zugleich voll Ruhe und Frieden – wie die hohen Berge, die seit Jahrhunderten oder Jahrtausenden einfach dastanden und Ruhe ausstrahlten. Ich hatte plötzlich eine Ahnung von der selbstverständlichen, unwandelbaren Gegenwart der Ewigkeit.

 

 
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