Glücklich und zufrieden arbeiten
Kann man heute glücklich und zufrieden arbeiten? Ruhelos und angetrieben von der Hast des Lebens stellen sich viele Menschen diese Frage.
Eine positive Antwort darauf findet Peter Abel: Er zeigt uns wie wir Stressfallen vermeiden und unseren Blick wieder dafür schärfen, was uns gut tut. Mit praktischen Übungen und konkreten Hilfestellungen beschreibt er, wie wir mit mehr Gelassenheit zur Herzensruhe finden können.
Für diese Veränderung können wir aus der Quelle der Weisheit der Mönche schöpfen: Die Wüstenväter, die unsere Auffassung vom inneren Ruhen in der Arbeit bis heute prägen. Die Regel des heiligen Benedikt, deren Einklang von Einkehr und Engagement Markenzeichen für christliche Spiritualität ist. Bernhard von Clairvaux, für den als gestressten Zeitgenossen die Pflege der eigenen Seele bedeutend war.
Arbeit wird so zu einer Kraftquelle, aus der wir für ein ausgeglichenes Leben schöpfen können.
Aus dem Kapitel „Zufrieden arbeiten“:
Gerne führe ich ein gelingendes Leben. Es gibt Tage, an
denen mir dieses Vorhaben glückt. Erholt und in innerer Erwartung stehe ich am
Morgen auf. In der Frühe nehme ich mir eine stille Zeit, horche in mich hinein:
Was bewegt mich? Welche Stimmungen und Gefühle kommen in mir auf? Was trägt
mich? Gelassen schaue ich auf meinen Tag: Was kann ich mir heute vornehmen? Was
möchte ich erreichen? Ich formuliere mir ein Ziel, sehe die Menschen, mit denen
ich heute zu tun habe, und meine Aufgaben vor mir. So vorbereitet, durchlebe
ich den Tag, zufrieden und in innerer Gelöstheit. Mein Tag gelingt.
Aus dem Kapitel „Neues vom Hetzer“:
Mehr noch als alle harte Arbeit sind die Motive
ausschlaggebend, die zur Überlastung und Entfremdung führen: maßlose
Leistungsbereitschaft etwa, Geltungsbedürfnis, blinder Ehrgeiz, fehlgeleitete
Schaffenskraft oder auch der Wunsch, „es den anderen zu zeigen“. Ruhelos
geworden ist einem der Lebenssinn abhandengekommen. Müdigkeit und Erschöpfung
sind das Ergebnis. „Ich kann gar nicht mehr abschalten“, sagt mir eine Bekannte
nachdenklich: „Meine Arbeit frisst mich auf. Dabei weiß ich ganz genau, was
mich antreibt und von mir selbst wegbringt. Ich bin ungeduldig geworden, will
immer sofort zum Punkt kommen. Die Dinge müssen schnell erledigt werden (…).“